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bemüht finden Alles in der Welt zu thun, damit meine Gegenwart hier in keiner Hinficht die Gewohnheiten, die Anſichten, dje Vorurtheile ſogar von Herrn Baſtien ver⸗ letzt. Ich werde vor Allem darnach trachten, daß er mich duldet, uid daß ich, wenn nicht ſeine Zuneigung, doch wenigſtens ſeine Gleichgültigkeit erlange denn es wäre mir peinlich, wenn einmal mein Werk unternommen .. vielleicht mit ünſtigem Erfolg unternommen iſt, es plötz⸗ lich on zu ſehen . Mit einem Wort, Ma⸗ dame, da ich nicht gegen den Willen von Herrn Baſtien hier bleiben kann, ſo wird mich nichts eine Anſtrengung koſten, um mich von ihm geduldet zu machen, und unter dieſen Conceſſionen, welcher Art ſie auch ſein mögen, wird meine Würde, das verſichere ich Sie, nichts zu leiden haben. Sie begreifen warym, nicht wahr?“
„Ja, ja, mein Herr, ich begreife das,“ erwiederte Madame Baſtien von einer furchtbaren Laſt erleichtert.
Die Zartheit des Benehmens von David machte auf Madame Baſtien einen neuen und tiefen Eindruck; fie zweifelte nicht daran, daß der Doctor Dufour ſeinen Freund von der gewöhnlichen Plumpheit von Herrn Baſtien unter⸗ richtet hatte, und der edle Mann, der ſich mit einer ſo un⸗ eigennützigen Hingebung der Rettung von Frederik widmete, fügte ſich zum Voraus in gewiſſe Unannehmlichkeiten, De⸗ müthigungen vielleicht, während ihn die Unabhängigkeit ſeiner Lebenslage, die Erhabenheit ſeines Charakters einer untergeordneten, mühſeligen Stellung überhoben.
„Ah! mein Herr,“ ſagte die junge Frau zu David, indem ſie ihre großen Augen, in denen Thränen der Rüh⸗ rung glänzten, auf ihn heftete, „wenn die ſchönen Seelen das Gefühl des Guten haben, das ſie thun wie glück⸗ lich müſſen Sie in dieſem Augenblick ſein . . .
Dieſe einfachen Worte, mit einem Ausdruck unend⸗ licher Dankbarkeit von Madame Baſtien ausgeſprochen, während ſanfte Thränen über ihr bleiches, anbetungswür⸗ diges Antlitz floßen, brachten eine tiefe Gemüthsbewegung


