Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 2. Abtheilung, Der Neid oder Frederik Bastien : 1. bis 3. Bändchen (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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terung, daß ſie ſich nicht von ihrem Stuhl erheben konnte, auf den ſie, ſobald ſie David gegrüßt hatte, wieder zu⸗ rückſank.

Madame, ſprach Henri David,ich werde be⸗ müht ſein, mich des Vertrauens würdig zu machen, das Sie mir gütigſt ſchenken wollen.

Mein Sohn, ſagte Madame Baſtien zu Frederik mit einer Stimme, der ſie Sicherheit und Feſtigkeit zu verleihen ſuchte,ich hoffe, Du wirſt den Bemühungen von Herrn David entſprechen, der die Leitung Deiner Studien zu übernehmen die Gefälligkeit hat.

Mein Herr, ſagte Frederik, David ins Geſicht ſchauend,Sie treten gegen meinen Willen hier ein . Sie werden meinetwegen von hier weggehen.

Oh! . . mein Gott . . murmelte Madame Baſtien mit einem herzzerreißenden Schluchzen.

Und gänzlich vernichtet von der Verwirrung, vom Schmerz, fand ſie kein Wort mehr, und wagte es nicht

einmal mehr ihre Augen zu Herrn David aufzuſchlagen.

Dieſer heftete auf Frederik einen Blick voll Milde und erwiederte mit einem Ausdruck engeliſcher Güte und unwiderſtehlicher Ueberzeugung:

Armes Kind . . . Sie werden dieſe Worte be⸗ reuen wenn Sie mich zu lieben anfangen!

Frederik lächelte mit einer höhniſchen Miene und ging ungeſtüm hinaus.

Doctor, ich beſchwöre Sie, laſſen Sie ihn nicht allein . rief die junge Frau und ſtreckte ihre Hände flehend gegen den Arzt aus.

Sie hatte dieſe Worte nicht vollendet, als ihr Herr Dufour ein Zeichen des Einverſtändniſſes machte und Frederik auf dem Fuß folgte.