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den Sie beſſer als irgend Jemand das Gefühl, dem er gehorcht, zu ſchätzen wiſſen.“
„Aber ... Doctor ... ohne mich zu kennen ..
„Einmal kennt er Sie . . . denn ich bin, wie ich Ihnen ſagte, ſehr indiseret geweſen „. und dann würde Sie irgend ein anderer Lehrer, der ſich antrüge, mehr kennen?“
„Aber .. Ihr Freund iſt nie Lehrer geweſen?“
„Nie . . . Doch halten Sie ihn nicht nach ſeinem Brief für einen Mann von redlichem, edlem, erleuchtetem Geiſt? Was ſein Wiſſen betrifft, ſo kann ich Ihnen da⸗ für bürgen, daß er die ſeltenſten Kenntniſſe in allen Din⸗ gen beſitzt.“,
„Dieſer Brief, Doctor zeigt, wie ich Ihnen ſagte, eine tiefe Vertrautheit mit der Seele, eine ſeltene Erha⸗ benheit der Gefühle, und gerade deshalb begreife ich nicht, wie ein ſo außerordentlich begabter Mann ſich entſchließen kann, die Functionen eines Lehrers, die man ſtets als un⸗ tergeordnet betrachtet hat, zu übernehmen.“
„Er würde es im Gegentheil als Uebermuth betrachten, wenn er, ohne zu Erfüllung derſelben fähig zu ſein, dieſe Functionen, welche er mit Recht als ein Prieſterthum an⸗ ſieht, übernähme.“
Von einer unbeſchreiblichen Gemüthsbewegung er⸗ griffen, fuhr Madame Baſtien fort:
„Dieſer Vorſchlag wird Dich vielleicht in Erſtaunen ſetzen, mein Freund, denn ich habe Dich geſtern Abend ver⸗ laſſen, um mich nach Nantes zu begeben, wo ich mich zu einer langen Seefahrt einſchiffen ſoll. .. Dann bin ich nie Lehrer geweſen und mein Vermögen erlaubt mir, keine Einkommensquelle in ſolchen Functionen zu ſuchen; endlich kennt mich Madame Baſtien nicht, und ich wünſche von ihr den größten Beweis von Vertrauen zu erhalten, den ſie mir geben kann: ſie ſoll mich mit ihr die Lei⸗ tung von Frederik theilen laſſen.
„Iſt Dein erſtes Erſtaunen vorüber, mein Freund, ſo wirſt Du Dich erinnern, daß ich, während ich meinen
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