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Zur Zeit, wo dieſe Erzählung beginnt (gegen das Ende des Monats Juni 1845), bewohnte die junge Mut⸗ ter dieſen ſo verwandelten Pachthof ſeit ſiebenzehn Jahren; die Geſträuche des inneren Raſens waren Bäume gewor⸗ den, die Gebäude verſchwanden völlig unter einem üppigen Mantel von Blätterwerk und Blumen, während im Win⸗ ter das Immergrün mehrerer ungeheurer Epheuranken die Wände verbarg und die ländliche Vorhalle mit dem Strohdach ſchmückte.
Auf der Seite des Eichenwälvchens ließen der kleine Waſſerfall und der Bach beſtändig ihr ſchwermüthiges Gemurmel hören.
Gegen dieſe reizende Landſchaft öffnete ſich die Glas⸗ thüre einer großen Stube, welche zugleich der Mutter als Wohnzimmer und ihrem Sohn, der damals ſechzehn Jahre und einige Monate alt war, als Studirzimmer diente.
Dieſe Stube enthielt eine Art von Muſeum (man
wird vielleicht über den eitlen Ausdruck lachen), oder
vielmehr einen mütterlichen Reliquienkaſten.
Ein beſcheidenes Meuble von weißem Holz, mit Glasſcheiben verſehen, enthielt in ſeinen Fächern eine Menge von Gegenſtänden, welche von der jungen Mutter, als eben ſo viele koſtbare Andenken, in ihren Augen die verſchiedenen Phaſen des Lebens ihres Sohnes zuſammen⸗ faſſend, aufbewahrt wurden. 6
Es hatte hier Alles ein Datum, von der Kinderklap⸗ per bis zu dem Eichkranz, den der Jüngling bei einem Concurs in einer Koſtſchule des Städtchens Pont⸗Brillant erhalten hatte, wohin die ſtolze Mutter ihren Sohn ge⸗ ſchickt, damit er ſeine Kräfte verſuche.
Es hatte hier Alles ſeine Bedeutung, von der kleinen Flinte, einem halbzerbrochenen Spielzeug, bis zur Arm⸗ binde von weißem Atlaß mit goldenen Franſen, welche die Neophyten bei ihrem erſten Abendmahl mit ſo großem Stolze tragen.
Dieſe Reliquien werden vielleicht kindiſch, lächer⸗
uch erſcheinen, und dennoch, wenn man bedenkt, daß alle
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