Erſtes Rapitel.
Der Tag des großen Balles, den Frau von Mire⸗ court gab, war gekommen.
Bei dieſem glänzenden Feſte ſollten die drei Bewer⸗ ber um die Hand von Fräulein von Beaumesnil mit dieſer zuſammentreffen.
Die wichtige Kunde, daß die reichſte Erbin Frankreichs in die Welt eintreten ſollte, war der Ge⸗ genſtand aller Geſpräche, der Gegenſtand der allgemeinen Neugierde, und ließ die friſche und traurige Nachricht von einem Selbſtmord vergeſſen, der eine der vornehmſten Familien Frankreichs in Verzweiflung brachte.
Frau von Mirecourt, die Herrin des Hauſes, war offenherzig eitel darauf, daß ihr Salon das Handgeld (wie man dies im Rothwälſch der guten Geſellſchaft nannte), von Fräulein von Beaumesnil erhielt, und wünſchte ſich in ihrem Innern Glück bei dem Gedanken, daß bei ihr die Heirath der berühmten Erbin mit dem Herzog von Senneterre geſchloſſen werden würde, denn der Mutter von Gerald ganz und gar ergeben, war Frau von Mirecvurt eine der eifrigſten Vermittlerinnen dieſer Verbindung.
Dem Gebrauche gemäß in ihtein erſten Salon auf⸗ gepflanzt, um hier die Frauen bei ihrem Eintritt zu em⸗ pfangen und von den Männern begrüßt zu werden, er⸗
Die ſieben Tovſünden. M. 1
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