Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 1. Abtheilung, Die Hoffart oder Die Königin : 2. Band (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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lend;ich habe Mitleid mit Ihnen, meine Damen, alle

dieſe Wunder ſind im Lurembourg vereinigt. Im Lurembourg! rief die Baronin lachend.Oh!

meine liebe Schöne, ſagte ſie zu Erneſtine,das iſt eine

Falle .. eine abſcheuliche Falle. Sie wiſſen nicht,

von welcher Leidenſchaft Herr von la Rochaigue für ein anderes von den Wundern des Luxembourg erfullt iſt, von dem er Ihnen etwas zu ſagen, ſich wohl hütet.

Und was iſt dieſes andere Wunder? fragte das Mädchen lächelnd.

Stellen Sie ſich vor, arme, liebe Unſchuldige Herr von la Rochaigue iſt im Stande, Sie in eine Sitzung der Kammer der Pairs zu führen unter der Vorſpiegelung von Gewächshäuſern, von Blumen und Ge⸗ mälden!

Ei! warum nicht, auf die Tribune der Diplomaten? Meine liebe Mündel würde ſich dort in ſchöner und guter Geſellſchaft finden, entgegnete der Baron,ſie würde dort die ſeligen Frauen von Botſchaftern, von Miniſtern Selig . . . ein reizendes Wort, ripf heiter die Baronin,und woher bekommen Sie dieſe Seligſprechung, wenn's beliebt? Dann ſich gegen Helena wendend:

Hören Sie Ihren Bruder, meine Liebe .. welche Blasphemie!

Ich behaupte, ſprach der Baron,ich behaupte, daß es auf der Welt keine reizendere, keine bewunderungs⸗ würdigere, keine beneidenswerthere Stellung gibt, als die der Frau eines Botſchafters oder eines Miniſters . Oh! meine theure Freundin, fügte der unbekannte Canning bei, indem er ſich mit dem Tone tiefer Ueberzeugung an ſeine Frau wandte,warum konnte ich Ihnen nicht eine ſolche Stellung geben! Sie wären beneidet, von Schmeichlern umgeben, gefeiert, ein Gegenſtand allſeitiger Huldigung geweſen. Sie wären, deſſen bin ich ſicher, eine erha⸗ bene, politiſche Frau geworden . . . Sie hätten vielleicht