FBweites Rapitel.
Der Baron bot Erneſtine den Arm und führte ſie in das Speiſezimmer wohin ſich auch bald Helena begab .. etwas verſpätet durch die Abſendung eines Briefes an den Abbé Ledour, die Zuſammenkunft am andern Tag be⸗ treffend.
Während des Mittageſſens war Erneſtine der fort⸗ währende Gegenſtand der Zuvorkommenheiten, der Unter⸗ thänigkeiten des Barons, ſeiner Frau, von Helena und den Bedienten, welche, wie ihre Gebieterin, ganz unter dem magiſchen Einfluß der allmächtigen Worte ſtanden, welche die Stellung der Waiſe zuſammenfaßten: die reichſte Erbin von Frankreich.
Gegen das Ende des Mahles ſagte der Barvn, der ſich die allerungezwungenſte Miene gab, zu Fräulein von Beaumesnil:
„Meine liebe Mündel . . Sie haben heute von den Strapazen Ihrer Reiſe ausgeruht. .. Sie müßten morgen und in den nächſten Tagen ausfahren, um ſich ein wenig zu zerſtreuen.“
„Wir haben ſchon daran gedacht, Helena und ich,“ erwiederte die Baronin; „Ihre Schweſter wird morgen früh Erneſtine in den Gottesdienſt begleiten Nach⸗ mittags kommen Mademviſelle Palmyre und Mademviſelle Barenne, um unſerer lieben kleinen Schönen die Kleider und die Hüte zu probiren, die ich geſtern zu beftellen be⸗ müht geweſen bin, und übermorgen machen wir eine Spa⸗ zierfahrt in den Champs⸗Elyſées.
„Vortrefflich,“ rief der Baron, „auf dieſe Art wird der morgige Tag, ſo wie der übetmorgige ſehr gut ange⸗ wendet werden . . . Nun ſehe ich, daß ich bei der Ein⸗ theilung nicht berückſichtigt worden bin . Ich erbitte
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