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„Was ſagen Sie, Doctor? Unſer Ruin wäre wieder gutgemacht? .. Iſt das ein Traum? . Nein, nein es iſt unmöglich . Sie täu⸗ ſchen uns.“
„Madame, glauben Sie an mein Wort als ehrlicher Mann, ich ſpreche die Wahrheit,“ verſetzte der Doctor mit großem Ernſt; „wenn ich Sie in dieſem Augenblick und nach der Criſis, welche Sie ſo eben durchgemacht haben, täuſchen wollte, ſo könnte dieß Ihnen den Tod bringen Glauben Sie mir alſo . . Sie und Ihre Tochter ſind noch eben ſo reich, als Sie vor dieſer unglückſeligen Heirath waren.“
„Großer Gott! Ich möchte Ihnen gerne glau⸗ ben und ich glaube Ihnen auch aber durch was für ein Wunder?“
„Die vorherſehende Sorgfalt eines Vaters und eines Gatten, Madame, hat dieſes Wunder be⸗ werkſtelligt.“
„Bitte „ vollenden Sie.“
„Der Herr Doctor Dumesnil hat Sie Beide noch von ſeinem Grabe aus beſchützt.“
„Mein Vater!“
„Mein Gatte!“
„Madame, da er die Schwäche Ihres Charak⸗ ters und die unſeligen Folgen, die ſich daraus er⸗ geben könnten, fürchtete, ſo glaubte er die Hälfte ſeines Vermögens verſtecken zu müſſen, und hat mir unter dem Siegel des Geheimniſſes fünfzigtau⸗ ſend Thaler als Fideicommiß übergeben. Dieſe
Summe ſteht zu Ihrer Verfügung, Madame.“
Henriette und ihre Mutter, die nicht mehr an


