Teil eines Werkes 
4. Band (1858) Schluß
Entstehung
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„Jetzt hab' wohl Acht auf das Commando,“ ver⸗ ſetzt Herr Fremion, indem er die Bankſcheine einſackt. „Die Lampe wollen wir hier laſſen und nun die Damen empfangen . . . Ich öffne ihnen die Thüre und halte mich hinter dem Flügel, ſo daß er beim Aufgehen uns Beide verbirgt . .. Deine Frau wird natürlich zuerſt hereinkommen; wir laſſen ſie ziehen und werfen uns ſogleich auf die Stieftochter . . . Du bindeſt ihr die Hände ich ſtecke ihr den in den Mund, und wenn ſie mich beißen ollte.“ Im Augenblick, wo die Klingel zum dritten Mal heftig angezogen wird, verlaſſen die beiden Mitſchuldigen das Speiſezimmer, von wo aus die Lampe einen Lichtſtrahl in das Dunkel des Abſatzes wirft, der als Hausflur dient.

Herr Gabert verſteckt ſich hinter der Thüre, welche langſam von Fremkon geöffnet wird, ohne daß Frau Gabert ihn ſehen kann. Sie tritt zuerſt über die Schwelle und ſagt in ungeduldigem Ton:

„Ei, ei, Angelique, haſt Du ſchon ſo feſt ge⸗ ſchlafen? Wir haben dreimal läuten müſſen.“

Henriette tritt dicht hinter ihrer Mutter eben⸗ falls ein. Auf einmal ſtürzt ihr Stiefvater über ſie her und ergreift mit dem Ruf: „Hierher, Fre⸗ mion!“ die Hände des jungen Mädchens, um ſie zu binden. Henriette iſt Anfangs wie verſteinert und regt ſich nicht; ihre Mutter aber, außer ſich vor Entſetzen, als ſie ihren Mann erkennt, deſſen bleiche grimmige Phyſiognomie in dieſem Augenblick durch die Lampe im Speiſezimmer beleuchtet wird, fällt