216
XVI.
Das Mene Thekel Upharſin ließ für Ducantal nicht lange auf ſich warten, nach dem für ein Bal⸗ thaſarsmahl erklärten Souper, das Malicorne einigen Mitgliedern von jener, zum Glücke exceptio⸗ nellen, Welt gegeben hatte, die ſich außer allem Ge⸗ ſetze der Moral hält und aus Mercadents und Loretten beſteht.
Drei Tage ſind verlaufen.
Es iſt zehn Uhr Abends; Herr Ducantal tritt in ſeinen Salon ein, deſſen Thüren er doppelt ſchließt; ſein Geſicht iſt leichenbleich, finſter, drückt eine tiefe Verzweiflung aus; er ſetzt ſich halb auf den Rand eines Tiſches, und unbeweglich, die Arme gekreuzt, die Stirne geſenkt, ſtarrt er lange mit glühendem, düſterem Auge den Boden an. Endlich ſpricht er mit dumpfem Tone:
„Zu Grunde gerichtet!. .. Die Baiſſe hat mich überrumpelt, umgebracht!. .. Ich wollte geſtern in der Hoffnung, mich wieder zu erholen, einen letzten Schlag verſuchen . . . Mein Wechſelſenſal verlangte eine Sicherheit . . . Ich habe Alles verkauft, was mir blieb . . . Alles! bis auf die ſilbernen Beſtecke meiner Haushaltung, bis auf die Uhr meiner Frau! Abermals die Baiſſe! . . . ich bin im Verluſte von zweimal hunderttauſend Franken. Es bleibt mir nicht ein Sou.“
Er zieht aus ſeiner Taſche ein Paar Piſtolen und legt ſie auf ſeinen Schreibtiſch.


