Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1855)
Entstehung
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ſchalls von Sénancourt auf ſeinem muthigen Schlacht⸗ roſſe ſitzend; dieſes Portrait war eines der Meiſter⸗ werke des berühmten Malers, und mit ſeiner könig⸗ lichen Hand den Pinſel von Tizian ergreifend, ſchrieb überdies Franz l. unten an die Leinwand folgende zwei Verſe: .

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Titien t'immortalise, ö chevalier sans peur; Francois te doit la vie, il Técrit avec heur*).

„Ja, Großmama,“ ſpricht Valentine, „wir haben oft dieſe rührenden Verſe unten am Portrait des Marſchalls geleſen.“

„Und die Verſe und das Bild ſind in der Dach⸗ kammer!“ verſetzt die vornehme Dame. „Und das iſt die Verehrung, die man für die Ahnen hegt! Der Marſchall ſagte ſich im gerechten Stolze auf ſeinen wohlverdienten Ruhm: „„Mein Portrait, ge⸗ malt von Tizian und verherrlicht durch zwei Verſe von meinem Herrn Franz I., mein Portrait wird die Ehre meines Namens ſein! das Beiſpiel meines Hau⸗ ſes! der Stolz meiner Nachkommen!““ Ruhig! ruhig, guter Mann! Ihr faſelt! Tugend meines Le⸗ bens! wir haben ſchön geſorgt, ja, wir haben ſchön geſorgt für die Ehre unſeres Hauſes! Steigt ge⸗ ſchwinde in die Geräthkammer hinauf und verbergt Euch dort, guter Mann! Es iſt kein Platz hier für Euch; das iſt Eure Schuld. .. Ihr ſeid zu groß!“

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*) Tizian macht Dich unſterblich, Ritter ohne Furcht; Franz verdankt Dir das Leben, er ſchreibt es mit Glück.