30
mich bis ins Weiße der Augen beſieht. Sein Blick macht eine ſonderbare Wirkung auf mich! Nie bin ich einem ſolchen Blicke begegnet,“ dachte die Dienerin; und ſie ſpricht laut: „Steht es ſchlimmer bei der Kleinen?“
„Gehorchen Sie und kommen Sie ſchnell zurück,“ antwortet mit hartem Tone der Doctor Max; und er folgt eiligſt Madame Verneuil ins anſtoßende Zimmer.
„Ei! man geht ſchon zum Apotheker!“ ruft Char⸗ lotte, während ſie ſich nach der Thüre wendet. „Ich bin es entſchieden überdrüſſig, mir von Jedermann befehlen zu laſſen!“ fügt ſie bei; „ich werde es alſo nie von Verneuil erlangen, unterhalten zu ſein! Oh! wir wollen das ſehen! . . . Doch ich wiederhole, was für einen abſcheulichen Blick hat dieſer Teufelsdoctor!“
Einige Angenblite nach dem Abgange der Die⸗ nerin kommt der Doctor Max in den Salon zurück und ſagt, mit ſich ſelbſt ſprechend:
„Adele iſt beruhigt; die Aufregung ihrer Tochter beſänftigt ſich allmälig. Das habe ich erwartet. Die Erſchöpfung mußte auf das Delirium folgen; jed Gefahr wird mittelſt eines kleinen Aderlaſſes und Trankes, den die Dienerin holen gegangen iſt, b tigt ſein. Wir wollen ſie hier erwarten; ihre Gege wart allein wäre hinreichend, die Kriſe dieſes ar Findes zu erneuern.“
* Im Salon auf⸗ und abgehend, ruft dann d Luctr Max mit einer bittern S


