Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1855)
Entstehung
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lebhaft betroffen durch die Entdeckung des Geheimniſ⸗ ſes, das ſie ſeit dem Morgen hartnäckig verſchwiegen hat, eraltirt ſich die Einbildungskraft von Emma immer mehr. Die Heftigkeit des Fiebers verdoppelt ſich, und, die Wangen entflammt, das Auge funkelnd, die Lippen trocken und bebend, vom Alpe einer ſchreck⸗ lichen Erinnerung bedrückt, ſetzt ſich bald das Kind halb auf, deutet auf den Doctor Mar und ruft in einer Art von Geiſtesverwirrung:

„Ich fürchte mich vor ihm! Oh! um zu wiſſen, was er von Charlotte weiß, muß er der Teufel ſein!“ Und ſich unterbrechend, fügt ſie mit herzzerreißendem Tone bei: „Geliebte, arme Mutter, ich kann Dir die Wahrheit nicht mehr verbergen. Ach! es iſt ſo ſchlimm, was ich gethan habe! Und dann . . . Deinetwegen wagte ich nicht, es zu ſagen . . . weil . . . weil ... ſiehſt Du, das iſt gräßlich! Doch Du willſt es, Du willſt es!“

„Großer Gott! mein Freund, ſie erſchreckt mich!“ flüſtert Madame Verneuil, da ſie die Verſtörung in den Zügen ihrer Tochter wahrnimmt, welche abwech⸗ ſelnd die Scham, das Mitleid, den Schrecken aus⸗ drücken.

Emma fährt aber haſtig, mit ſeberbeſtn Tone fort:

„Du wilſt, daß 3 Alles ſage? Nun wohl, die⸗ ſen Morgen, bei Tagesanbruch, erwachte ich; ich wünſchte frühzeitig aufzuſtehen, um an den Pantoffeln zu arbei⸗ ten, die ich für Papa ſticke. Ich konnte meine Läden nicht allein öffnen und rief Charlotte; ſie antwortete

mir nicht: ich wollte ſie aufwecken; ich dachte, ſchlaſe ich nähere mich ihrem Zimmer und erb