Druckschrift 
Miss Mary oder Die Erzieherin / von Eugene Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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„

„Eine Nachſchrift.“ „Worüber?“ „Dein Bruder hat uns geſagt, der Platz, den wir Fräulein Lawſon anbieten, werde nicht nur zwei bis drei Jahre die Eriſtenz dieſer jungen Perſon ſichern, ſon⸗ dern beinahe die Geſammtſumme ihres Gehaltes ſolle von hier nach Dublin geſchickt werden, um ihrer Mutter und ihren vier Schweſtern, armen Geſchöpfen, welche ſehr zu beklagen ſind, zur Unterſtützung zu gereichen.“

„Louiſe, da Dein vortreffliches Herz von ſelbſt die⸗ ſem Einwurf entgegenkommt, ſo geſtehe ich Dir, daß das Einzige, was mich bei der Veränderung unſeres Ent⸗ ſchluſſes peinigte, der Gedanke war, dieſe ſo ſehr der Theilnahme würdige Familie einer Hülfsquelle beraubt u ſehen, auf welche ſie gerechnet hatte. Ich hatte ſcor das Mittel geſucht, um „ „

„Vollende nicht, mein Freund, dabei blutet mir das Herz Doch höre meinen Plan: wir wollen zweitauſend vierhundert Franken jährlich auf den Ge⸗ halt von Miß Mary verwenden. Nicht um Erſparniſſe zu machen, haben wir auf ſie verzichtet.“

„Nein, gewiß nicht.“

„Gäbe es kein Wittel, dieſe Familie zu bewegen, als theilweiſen Erſatz, ich will nicht ſagen als Ent⸗ ſchädigung, die zweitauſend vierhundert Franken auf zwei bis drei Jahre anzunehmen?“

„Unmöglich, Du haſt den Brief meines Bruders ge⸗ leſen: nichts iſt ehrenhafter ſtolz, als der Charakter von Herrn Lawſon; er würde nicht nur kein Almoſen annehmen, ſondern er wäre grauſam verletzt von einem ſolchen Anerbieten.“

„Wie fehlt Dir in dieſem Augenblick die Einbil⸗ dungskraft von Frau Pivolet, mein armer Freund!“ ſagte lächelnd Frau von Morville. „Du machſt mir Luſt, ſie holen zu laſſen.“

„Erkläre Dich.“ S.

„Bin ich ſo unvernünftig, daß ich daran denke,