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Mädchen mit doppelter Höflichkeit und Ehrerbietung und agte:
66 „Ich wäre troſtlos, ſollte ich die Vorrechte meiner Rolle mißbrauchen, doch es würde mir gut dünken, wenn Sie mir die Ehre erweiſen wollten, meinen Arm der Wahrſcheinlichkeit wegen anzunehmen.“
„Gewiß, mein Herr,“erwiederte Miß Marh lächelnd, »ich nehme ihn mit Vergnügen an.“
Dann ſagte der junge Mann, auf ſeinen Freund deutend:
»Mein Fräulein, ich bin genöthigt geweſen, meinen Reiſegefährten in's Vertrauen zu ziehenz erlauben Sie, daß ich mir die Ehre gebe, Ihnen denſelben vorzuſtellen: Herr Georges von Montfort.“
Der Gefährte des jungen Mannes verbeugte ſich achtungsvoll vor Miß Mary, welche ſeinen Gruß erwie⸗ derte, und alle Drei begaben ſich, gefolgt von William, in den Hof, wo die Diligence angeſpannt war.“
Herr von Favrolle bot Miß Marh die Hand, um ihr einſteigen zu helfen, nachdem das Mädchen ein letztes Lebewohl an William gerichtet hatte. Da ſprach dieſer, deſſen Wangen in Thränen gebadet waren, zu dem jun⸗ gen Mann in ſeinem ſchlechten Franzöſiſch und mit einer zitternden Stimme:
„Herr Gentleman, ich bitte Sie inſtändig, wachen Sie wohl über Miß Marh. Ihr Vater, Sir Lawſon, Esquire, war einer der reichſten Grundbeſitzer ſeiner Grafſchaft; er hatte acht herrliche Pferde in ſeinem Stall, alle vom reinſten iriſchen Blut, Herr Gentleman, und eine Meute von fünfundzwanzig Forhounds für den Fuchs, Herr Gentleman. Sie ſehen, daß Miß Mary eine junge Lady iſt, welche verdient, daß man ſich für ſie intereſſirt.“
So naiv die Empfehlung des wackern William war, der ſein Bedauern und ſeine Theilnahme auf ſeine Weiſe und aus ſeinem Geſichtspunkte als Kutſcher, Pferde⸗ und Hundeliebhaber ausdrückte, dieſe Empfehlung
Miß Marh. 1. 2


