Caſanova.
So weit geht das Manuſeript des Weltmannes, welches uns ſo vollſtändig in die Hände gefallen iſt, daß auch der bekannte Dinte⸗ fleck darin nicht fehlt. Aber auch keine andern Nachrichten kom⸗ men uns zu Hilfe. Wir bedauern alſo, nicht ſagen zu können, welche Schickſale die gefühlvolle Thereſe nebſt ihrem fürſtlichen Gemahl Ludwig Alfred und dem Thronerben betroffen haben, wte es dem ſchönen Röschen und der anmuthigen Marianka zuletzt noch ergangen iſt, ob der Calculator Porrin g und ſeine hübſche Magdalena fortan ein ruhiges Leben geführt, was die From⸗ men im Lande noch alles ausgeführt haben u. ſ. w. Ja, noch mehr thut es uns leid, nicht einmal die letzten Schickſale unſeres Helden ſelbſt mittheilen zu können. Was wir davon in Erfahrung gebracht haben, beſteht kürzlich in Folgendem:
Caſanova entließ den treuen Domenico mit reichlicher Bezahlung und beſtieg dann das erſte Schiff, welches nach New-York unter Segel ging. Das Schiff, auf welchem er die Reiſe machte, der Adler genannt, war etwa zehn Wochen ſpäter in New⸗York eingetroffen, aber in der Paſſagierliſte iſt kein Caſanova aufzu⸗
finden geweſen. Nun wird er ſich allerdings einen andern Namen beigelegt haben, aber von dem Banguier in Venedig, welchem doch der künftige Wohnort unſres Weltmannes angezeigt werden ſollte, iſt bisher auch kein einziger Wechſel verlangt worden.
Aus alledem glauben wir ſchließen zu dürfen, daß der viel—
bewegte Mann durch irgend einen Zufall um's Leben gekommen


