Teil eines Werkes 
4. Band (1849)
Entstehung
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184 Caſanova.

ſchon ſehr theilnehmend an und einmal vergaß ſie ſich ſo weit, daß ſie ihm einen Kuß, den er ihr gegeben hatte, doppelt zurückgab.

Schon wurde die Landſchaft von Menſchen belebt — man hörte Stimmen in der Nähe, welche von Landleuten kamen die ihre Aecker bearbeiteten.

„Hier können wir nicht bleiben!“ rief ſie, als der Verband beendet war; „entfernen wir uns.“

„Wo treffen wir uns wieder, wo ſehe ich Dich, wenn ich Dich finden will?“ fragte er leidenſchaftlich.

„Liegt Dir ſoviel an einer Frau, die Dich beinahe zur Leiche gemacht hätte?“ fragte ſie lächelnd.

„Alles, das Leben und mehr — ſage nur — ſei mein — o, ſage mir, wo und wie!“ drängte er.

„Nun wohlan, vor dem Thore Verona's, durch welches wir von hier aus paſſtren müſſen, ſoll morgen eine alte Frau ſtehen, welche Blumenſträuße feil hält; die fragſt Du — ſie wird Dich führen,“ antwortete ſie; „ich erwarte Dich, mein ſüßer Freund — aber vor den Leuten dort in der Herberge thun wir fremd; ich bin nicht das Landmädchen, welches ſoviel von den albernen Mills zu erzählen wußte; das war nur Maske, ſo falſch wie dieſe ganze Mummerei, doch Du magſt ſelbſt ſehen und hören, wenn Du kommſt — und Du kommſt doch?“