Begebenheiten eines Weltmannes. 21
welcher eben ſeine Dietriche anwenden wollte, ein kräftiges „Halt“ zu.
„Wo Du Dich unterſtehſt!“ ſprach er und hielt den Schlüſſel in der Hand, welcher zu dem fraglichen Zimmer paßte; „hier iſt der Schlüſſel; Du ſiehſt alſo daß dieſes Zimmer mir gehört; ich ſage Dir, wo Du öffneſt, dann wehe Dir!“
„Ja, es iſt der Schlüſſel,“ ſagte der Mann der ihn be⸗ ſichtigt hatte und ſeine eigne Arbeit wiedererkannte, „und da kann ich nicht aufmachen.“
„Was koſtet's?“ fragte Landstown trotzig dazwiſchen, indem er ſeine Börſe zog und mit den Geldſtücken klimperte, welche in derſelben enthalten waren.
„Hier iſt von keinem Bezahlen die Rede, Herr!“ rief der Handwerksmann; „was würde es mir helfen ob Sie mich auch noch ſo reichlich bezahlten, wenn ich dann mein Geſchäft
aufgeben müßte und noch obendrein die Schande hätte?“
Trotz alles Zuredens entfernte ſich der Mann und ließ die hochherzigen Söhne Albions in ihrer Rathloſigkeit allein ſtehen. Ganz kaltblütig näherte ſich jetzt Richard Oliphant der verſchloſſenen Thüre und führte einen Schlag gegen dieſelbe daß ein Feld ſogleich in die Stube hineinflog; durch dieſes Menoeuvre wurde natürlich ein Loch, welches groß genug war daß die drei Bundesgenoſſen einer nach dem andern den Kopf hineinſtecken und ſich umſehen konnten.


