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188 Caſanova.
mit beiden Händen; „da trink' auf meine Geſundheit und Deine Grobheit — ich danke Dir.“ 4
„Nicht Urſache,“ ſagte der Menſch, nahm das Gel welches der Andre ihm reichte, und ging, ohne ſich zu beha ken, ſeines Weges.
Dieſe Unterhaltung war in der Hausflur geführt worden und Caſanova ſtand noch auf ſeiner alten Stelle, als der Portier die Klingel zog und beide Thorflügel aufriß, weil eine elegante Kutſche auf der Straße hielt, welche herein wollte. Sogleich waren Kellner und Hausknecht bei der Hand — die Kutſche fuhr herein und aus dem geöffneten Schlage ſtieg erſt eine Frau in vorgerückterem Alter und von geſetztem Weſen, dann ein junges wunderſchönes Mädchen heraus, welches na⸗ mentlich Caſannova's ganze Aufmerkſamkeit feſſelte.
Die ältere Dame trug einen ſchwarzſeidenen Reiſemantel, der ihre ganze Figur vom Kinn an bis auf die Füße verdeckte, die jüngere hatte ſich dagegen in einen Ueberwurf von hellgrü⸗ nem Seibenzeuge gehüllt, welches beim Ausſteigen ſich lüftete und eine reizende Taille ſehen ließ, die der Bildhauer ſelbſt mit aller ſeiner Mühe und aller Kunſt nicht ſchöner hätte formen 1 können.
Caſanova war wie geblendet von der Schönheit dieſes herrlichen Geſchöpfes, er trat auf die Seite der Treppe, welche


