Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen (1845)
Entstehung
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von meiner Seite. Herrn von Lanery entging meine Beſtürzung nicht.

An das dachten Sie nicht, wertheſte Freundin, nicht wahr?. . O dieß unſchätzbare Stücklein roſen⸗ rothen Atlaspapiers, riechen Sie, wie es duftet, ſagte er mit teufliſcher Schadenfreude und hielt mir meinen Brief her. ..Das nietet Ihre Ketten auf ewig und die werden nicht immer von Roſen ſein . fürchte ich. .. Aber meine Toilette nimmt mich in Anſpruch! . Madame, ich möchte aus⸗ nahmsweiſe heute als Adonis mich zeigen. Adieu denn, Madame! ..

Spöttiſch ſich verbeugend, ging er in's Neben⸗ zimmer.

So war denn mit der Gegenwart auch meine ganze Zukunft unwiderruflich an dieſen Menſchen ge⸗ unden.

Alle Hoffnungen, die ich ſo eben noch genährt, ſanken in Nacht und Nebel dahin.

Gott! Welch ein Augenblick!

Ja, ja! Herr von Lanery hatte nur allzu Recht. Der unſelige Brief richtete mich zu Grunde, denn er alle Ausſicht auf eine künftige Eheſchei⸗

ung ab.

So zog ſich der eiſerne Knoten des Schickſals immer enger um mich zuſammen. ..

Es fehlte nur noch, daß meine Befürchtungen hin⸗ ſichtlich Urſula's Wahrheit wurden.

Auch der Schlag traf mich. . Denn Abends, als ich mit der Einrichtung meines Zimmers beſchäftigt war, brachte man mir folgenden Brief:

Madame!

Einer Ihrer beſten Freunde, der ſeit lange Sie über die geheimſten Gedanken Ihres Gemahles auf dem Laufenden erhält, wünſcht Ihnen die erſte Nach⸗ richt zu bringen, daß auf Urſula's Befehl Herr von Lanery Sie in ſeine Wohnung gelockt hat. Urſula