Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen (1845)
Entstehung
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zum Dank auf die Stirne und drückte dem Fürſten von Heéricvurt zärtlich die Hand.

„Schade, daß ſie ſo ſpät kommen,“ liebe Mathilde, rief Frau von Richeville mir zu. „Der Fürſt erzählte eben eine Heldenthat eines unſerer Freunde, die Sie gerne mit angehört hätten.“

Weſſen? fragte ich.

„Des Herrn von Rochegune,“ antwortete Frau von Sémur. „Ein wahrer Cid! Der einen Platz im Epos der Gegenwart verdient!“

„Auf die Gefahr hin, für einen Schwätzer zu gelten,“ ſagte der Fürſt von Héricourt lächelnd, „will ich die Ge⸗ ſchichte meines Cid von vorn anfangen zu Nutz und From⸗ men der Frau von Lanery, die mir Dank wiſſen wird.“

„Und ich auch,“ fiel Frau von Sémur ein. „Denn die frühere Rührung iſt aus, und ich will jetzt über Ihren Helden lachen. Nichts unerträglicher, als allzu⸗ viel bewundern müſſen!“

„Hören Sie?“ ſagte Frau von Richeville lächelnd zur Fürſtin. „Und ſie läug net noch ihre Vorliebe für's Paradoxe!“

„Gewiß! entgegnete Frau von Sömur. Wenn die Rührung vorbei iſt, macht man ein Geſicht, wie der Bürger, der vom Hofe kommt. Alſo, Fürſt, ſein Sie ſo gut und fangen Ihre Erzählung von vorn an, da⸗ mit ich nach Herzensluſt lachen kann.“

Auch ich bitte Sie um die Gefälligkeit, ſagte ich zum Fürſten, und bin gewiß, ſie wird Ihnen nicht

ſchwer fallen ... Die Glucklichen, heißt es, erzählen

gern von ihrem Glücke. ...

„Oh! ich verſtehe Sie,“ lächelte der Fürſt . „ich ver⸗ ſtehe Sie Sie machen mir dies Compliment, damit ich Ihnen ja nicht Alles ſage, was ich von Ihnen denke Aber bei der erſten beſten Gelegenheit will ich unerbittlich ſein ... vergebens ſchmeicheln Sie mei⸗ nem Stolz, ich werde Ihre Beſcheidenheit nicht ſchonen .. Doch weil Sie's wünſchen, fange ich nochmals an ...

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