Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen (1845)
Entstehung
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Schwarm ihrer Anbeter, ſo daß ich oft gefragt wurde, ob ich glücklich ſei oder nicht.

Bald ärgere ich mich, daß ein ſo theuer erkauf⸗ tes Glück ein Geheimniß bleibt, und in jugendli⸗ chem Uebermuth wünſche ich oft, Urſula bloszuſtellen. Dann fürchte ich wieder Betrug und Gelächter, weß⸗ halb ich die öffentliche Meinung irre führe, indem ich ſelbſt meine Nebenbuhler nenne. 3

Und dann die Ungewißheit, ob Urſula mir treu iſt oder nicht, peinigt mich furchtbar. Ich habe ſie be⸗ öbachten laſſen, ohne daß man Etwas entdeckt hat. Doch das beruhigt mich nicht, denn ſie hat es vielleicht gemerkt. Ich glaube mehr an ihre Schlauheit, als an ihre Tugend.

Noch ein anderer Fluch einer ſo unmännlichen,

verzehrenden Liebe iſt der, daß alle die niedrigen,

ſchlechten Handlungen, die wir im Dienſte dieſes Götzen begangen haben, eben ſo viele Bande ſind, die uns unauflöslich an ihn feſſeln. Dann und wann erzürnt es mich, daß Urſula für alles Böſe, das ich gethan habe und thue, für die Thränen, die ich erpreſſe, mich nicht hinreichend entſchädigt; denn das Geld, womit ich um mich werfe, gehört meinem verlaſſenen, unglück⸗ lichen Weibe . . . . . Dergleichen Rührungen vergehen eben ſo ſchnell, wie ſie kommen; ich habe an eigenen Schmerzen genug, um gegen fremde gleichgültig zu ſein; und es iſt ja nur eine Geldfrage. Den Werth des Geldes habe ich nie zu ſchätzen gewußt, nicht wahr? . Aber wie wird es, wenn mein Vermögen aufge⸗ zehrt iſt? Der Gedanke erſchreckt mich am meiſten. Wird Urſula ſich in ein minder glanzvolles Leben im Hauſe des Fräuleins von Maran finden können? Dieſe altert, und um Richts in der Welt würde ſie ſich von Urſula trennen. Doch was ſoll aus mir werden .. aus mir? 6 Um dieſe trüben Gedanken zu bannen, will ich Ihnen einen Beweis geben, wie unermüdlich ich befliſ⸗