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ſie, als an mich! wiederholte ſie .. „Ich hoffe, Sie irren ſich. Ohne Zweifel quält ihn mehr der Schmerz über die entſetzliche Täuſchung, als das Andenken an „Nennen Sie den verwünſchten Namen nicht!“ — fiel ſie ein „ich bitte Sie, nennen Sie ihn nicht. .. Sie wollen mich tröſten, aber ich irre mich nicht. Nein, nein! es iſt nicht Zorn, was er empfindet .. Der Zorn lärmt, tobt, flucht der Urſache deſſelben. . und der Zorn geht in Verachtung, die Verachtung in Vergeſſen über .. Aber ach! der Unglückliche hat Nichts vergeſſen, auch nicht ſo viel vergeſſen! ..“ „Ge⸗ duld, Geduld. Gewiß, er iſt ſchon bis zur Verachtung gekommen; noch einen Augenblick, und er wird Alles vergeſſen haben. Er iſt ſo tief bekümmert, weil er verachten muß. Eine edle Seele kennt keinen bitterern Schmerz, als verachten müſſen, was ſie geliebt hat.“ Traurig den Kopf ſchüttelnd, erwiederte Madame Secherin: „Ach! Sie verſtehen mich falſch. Wollte Gott, er verachtete ſie aber ich hab's errathen.“ „Was ſagen Sie?“ „Die Wahrheit ... ja, ja, ich hab's errathen er ſchämt ſich, er flieht mich er verbirgt ſich .. Anfangs ſchien mir das natürlich. Er liebt dich, ſagte ich mir; drum ſollſt du nicht ſe⸗ hen, wie er leidet. Wüßten Sie nur, was er ge⸗ litten hat! „So viel? . „Unerhört ... Tag und Nacht war ich um ihn. Er weinte heiße Thrä⸗ nen und ſchluchzte unaufhörlich. Dann plötzlich ge⸗ rieth er außer ſich vor Wuth brüllte vor Schmerz und Verzweiflung . zerbiß das Betttuch. Mein Gott! noch ſehe ich ihn, wie er die Arme ausſtreckte, die Fäuſte ballte .. er hörte und ſah mich nicht .. einmal übers andre rief er die Elende, und von mir, die bat, die flehte, die weinte, wollte er Nichts, Nichts wiſſen! . . .. Nächte lang kniete ich an ſeinem Kopf⸗ kiſſen, ganz naß von ſeinen und meinen Thränen .. Inmer fürchtete ich, er möge den Verſtand verlieren „„wie ängſtlich wartete ich, ob er mich erkenne .


