Teil eines Werkes 
10. bis 12. Bändchen (1845)
Entstehung
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bebe nicht davor, die Vergangenheit mit den ſchwär⸗ zeſten Farben auszumalen, die Zukunft wird mich rei⸗ nigen.

Sprechen wir nicht mehr davon, Gontran, ſon⸗ dern von ihm, von unſerem Kinde. Theilen Sie mir Ihre Hoffnungen mit. Welche Freude, welches Glück! Iſt's ein Knabe, wie ſchön wird er ſein! Iſt's ein Mädchen, wie reizend! Er wird Ihre Augen haben, ſie Ihr Lächeln und Ihr ſchönes braunes Haar, ſolche roſigen Wangen, einen ſo weißen Hals und Grübchen in den zarten Schultern. Ach, Gontran, ich bin be⸗ rauſcht, ſieh', närriſch bin ich. Ich werde es gar nicht erwarten können! rief ich ſo naiv aus, daß ſich mein Gatte eines Lächelns nicht erwehren konnte.

Sprechen Sie, fragte er zärtlich,ziehen Sie es vor, noch einige Zeit hier zu bleiben, oder ſollen wir nach Paris zurückkehren? Sprechen Sie, Mathilde, befehlen Sie, ich habe keinen Willen mehr.

Im Gegentheil, mein Freund, Sie müſſen jetzt einen für ſich und für mich haben, denn mich wird ein

einziger Gedanke erfüllen mein Kind. Ich werde auch zu Nichts taugen, als dieſem einen Gedanken nachzuhängen.

Da Sie mir es freiſtellen, werde ich überlegen, was das Paſſendſte ſein dürfte, liebe Mathilde. Was Sie thun, wird das Rechte ſein, mein theu⸗ rer Freund; aber, nicht wahr, bei den Rückſichten, welche Sie zu nehmen gedenken, werden Sie auch nicht vergeſſen, unſere ökonomiſchen Verhältniſſe in Anſchlag zu bringen? Denn nun müſſen wir weiſe handeln, wir ſind ja nicht mehr allein, wir müſſen von jetzt an der Mitgift unſeres Kindes eingedenk ſein, und in der Zeit, in welcher wir leben, hat das Geld einen ſo bedeutenden Werth, daß der Reichthum eine Ausſicht mehr zum Glücke iſt. Laſſen Sie uns über⸗ legen, Freund, wie wir unſeren Haushalt einſchränken können. 3 Mathilde. 1v.