Teil eines Werkes 
7. bis 9. Bändchen (1845)
Entstehung
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Ich kann nicht ſagen, durch welches Phämomen .

der Schlag, den ich fühlte, ſo heftig war, daß in dem

nämlichen Augenblick ein inneres Beben, meinem Her⸗ zen Antwort gebend, mich mit einmal über den Grund des Unwohlſeins aufklärte, welches mich ſeit einiger

Zeit drückte.

Ich fühlte, daß ich Mutter war.

Dieſer doppelte Eindruck berauſchender Freude und niederſchmetternden Unglücks war ſo gewaltig, daß ich einen Augenblick glaubte, mein Verſtand müſſe ſich verirren.

In meinem Taumel ſtand ich mechaniſch auf lief durch den Salon, ſchloß mich in mein Zimme ein, ſank auf die Kniee und vermochte Richts zu ſagen, als die Worte:

O Gott, Du haſt mich erhört! Jetzt kann ich nicht mehr unglücklich ſein! In demſelben Augenblick, wo ich vor Schmerz zu ſterben glaubte, ſendeſt Du mir eine unausſprechlich ſüße Hoffnung!

Ich hatte nicht bemerkt, daß ſich Blondeau in meinem Alkoven befand.

Großer Gott, was iſt Ihnen, gnädige Frau? rief ſie aus.

Ohne zu antworten, deutete ich auf die Thüre und ſagte:

Ich will allein ſein, verlaß' mich, verſchließe die Thüre und ſage, daß ich allein ſein wolle.

Blondeau ging und ſagte Herrn von Lancry, daß ich unwohl ſei und allein zu bleiben wünſche. 7

Ich blieb in der That allein und meinen Gedan⸗ ken überlaſſen. 4 2

Ich konnte an der Untreue meines Gatten nicht mehr zweifeln und ich war Mutter!