Teil eines Werkes 
7. bis 9. Bändchen (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Die Poſtillone, welche dem Theil der Straße, den wir ſo eben zurückgelegt und den die Kutſche ihnen verbarg, den Rücken wandten, konnten Fritzens Hand⸗ lung nicht bemerken. Ich begriff ſeine Abſicht. Die Nacht war ſo ſchwarz, daß die uns verfolgenden Per⸗ ſonen, welche, da ſie in Ecouen keine Pferde gewechſelt hatten, die Gefahr nicht kannten, blindlings in dieſe Sandſteinmaſſen gerathen und Alles zerſchlagen mußten.

Wir waren dieſen Abhang mit ſolcher Schnelle hinabgerollt, daß die andere Kutſche kaum auf deſſen Höhe erſchien, als Fritz rief:Marſch! Poſtillon... zehn Franken Trinkgeld, wenn Ihr die Straße im Ga⸗ lopp hinauffahrt!

Dieſer Anempfehlung ungeachtet erſtiegen die ar⸗

men, durch dieſen übermäßigen Lauf ganz athemloſen

Pferde den ſteilen Hügel, der dieſem Abhang wieder

folgte, nur langſam.

In einem Zuſtande unausſprechlicher Angſt ſchaute ich immer durch die Scheibe im Hintergrunde der

Kutſche. Reſultat ſeiner Liſt zu beobachten.

Die Racht war fortwährend ſo dunkel, daß man?

die uns verfolgende Kutſche nicht unterſcheiden konnte,

man ſah nur zwei leuchtende Punkte (ihre Laternen),

welche ſich näherten und mit fürchterlicher Schnelligkeit dieſen beinahe ſenkrechten Abhang heruntereilten.

Beim Leuchten eines Blitzes erkannte ich vollkom⸗ men eine mit zwei weißen Pferden beſpannte Kutſche, welche ungeheuer hin und her geſchaukelt wurde.

Dann wieder völlige Dunkelheit... Ein ſchreckli⸗ cher Gedanke ergriff mich: wenn die Unglücklichen, die einem gewiſſen Verderben entgegengingen, nicht dieje⸗ nigen wären, die uns verfolgten!.. Mechaniſch hub ich beide Hände vor mir und rief:Haltet ein!

Ein neues Wetterleuchten zeigte mir die Kutſche, die von unwiderſtehlichem Sturz fortgeriſſen wurde

Fritz blieb auf dem Fußtritt ſeines Sitzes, um das *