Teil eines Werkes 
1. bis 3. Bändchen (1845)
Entstehung
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meine Schande und meine Schmach bekannt. Zetzt glauben Sie nicht, daß ich mich einen Augenblick mit Ihnen, mit dem Zauber Zhrer Perſönlichkeit und der ſo ſeltenen Vereinigung der liebenswürdigen Eigen⸗ ſchaften, die Sie auszeichnen, vergleichen wolle. Die⸗ ſer Zauber, dieſe Eigenſchaften, die ich beinahe errieth, ſind es, die mich noch begieriger machten, dem Schütz⸗ ling des Herrn von Mortagne zu dienen. .. Ohne den Sinn Ihrer Worte zu ermeſſen, armes Kind, ließen Sie mich dieſen Augenblick den Unterſchied, der zwi⸗ ſchen der Liebe, die ich Herrn von Lanery anbieten konnte, und der, die Sie ihm ſchenken, recht ſchmerz⸗ lich fühlen... Sie haben Recht, Mathilde,.. Wenn Herr von Lanery durch Alles, was in Ihrer Liebe zu ihm bewundrungswündig Gutes und Hingebendes liegt, gerührt werden könnte, ſo dürften Sie auf das Glück, das Sie ſich träumen, hoffen. Aber glauben Sie mir,“ fügte die Herzogin mit geſenkter Stimme bei, indem ſie einen thränenden Blick auf mich warf, der mir zu Herzen ging; „glauben Sie mir, wie ſtrafbar auch eine Liebe ſei. wer auch die Frau ſei, die mit auf⸗ richtiger Hingebung liebt.. nie wird ein Mann von erhabenem Herzen, von großmüthiger Seele die Be⸗ weiſe tiefer Anhänglichkeit mit Hohn und Grauſamkeit vergelten Ein ſolches Betragen zeugt immer von böſer Gemüthsart... Zwar, Mathilde, könnten Sie ohne unſer Beider Wiſſen Recht haben . Vielleicht find Sie beſtimmt, den Charakter des Herrn von Lan⸗ ery völlig zu ändern.. Gewiß.. wenn Schönheit, Anmuth, die liebenswürdigſten Eigenſchaften dies Un⸗ geheure bewirken können, ſo wird es Ihnen gelingen „ Aber, ach! glauben Sie mir, wenn ich die ge⸗ ringſte Hoffnung auf ſolche Umwandlung gehabt hätte, ſo hätte ich es für ein Verbrechen gehalten, Ihren

Glauben und Ihre Zuverſicht auf dieſe Liebe erſchüt⸗ tern zu wollen.. Nun. die Zukunft wird entſchei⸗