vieſeß die heißblutige franzöſiſche Phantaſie. Beide haben ſich in pragmatiſcherer Weiſe, als George Sand, zu Dichtern der geſellſchaftlichen Uebel ge⸗ macht, allein Dickens liebt es, die Nachtſeiten der Geſellſchaft mit den Streiflichtern lachender Laune zu erhellen, während Sue die Fackel ſeiner Phan⸗ taſie nur in dieſe abſchreckenden und gefahtdrohen⸗ den Räume trägt, um dieſelben bis in die fern⸗ ſten, grauſenhafteſten Winkel zu erhellen. Der Engländer und der Franzoſe haben mit einander. gemein eine enorme Fruchtbarkeit, doch überwiegt die des Letzteren noch.
Eugene Sue wurde am 10. Dezember 1804 zu Paris geboren. Zwei hiſtyriſch berühmte Per⸗ ſonen hielten ihn über die Taufe, die gute Kaiſe⸗ rin Joſephine nämlich und ihr edler Sohn Eugen Beauharnais. Aus guter Familie ſtammend, wekche ſeit lange her in der Provence begütert war, wurde der junge Sue Erbe eines Namens von mediziniſcher Berühmtheit, denn ſein Urgroßvater Peter, ſein Großvater Joſeph und ſein Vater Jo⸗ hann Joſeph waren Männer von großem Wiſſen und Ruf in der Heilkunſt, welche Wiſſenſchaft ſie mit gediegenen Werken bereicherten. Der Vater unſerers Autors, mit den bedeutendſten ſeiner Zeit⸗ genoſſen befreundet, war nach der Rückkehr der Bourbons zuletzt Arzt des Königs. Es ergab ſich daher ſchon aus der Familientraditivn, daß der junge Sue ebenfalls die mediziniſche Laufbahn ein⸗


