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tungsform, welche jetzt weitaus die einflußreichſte und populärſte, hinter andern Nationen zurückge⸗ blieben ſind, was keineswegs unſern Dichtern zu⸗ zumeſſen iſt, ſondern unſerem Mangel an einem ſo reichen und gewaltigen Nationalleben, an einem ſo erhebenden Nationalbewußtſein, wie es engliſchen und franzöſiſchen Romandichtern zur Baſis ihrer romantiſchen Schilderungen dient. Wäre z. B. unſerem Spindler eine ſolche Baſis zu Gebote ge⸗ ſtanden, er würde nicht unter Walter Scott ſtehen, welchen Letzteren unſer Rehfues an Weite und Größe der Weltanſchauung und unſer Tieck an pſychologiſcher Tiefe ohne Frage weit übertrifft. Aber in dem großen Schotten lebte und webte das begeiſternde Gefühl einer weltbeherrſchenden Na⸗ tionalität, wogegen auch auf die genialſten Schö⸗ pfungen Carl Immermanns, Willibald Alexis,
Heinrich Königs, A. Sternbergs u. A. das demü⸗
thigende Bewußtſein nationaler Ohnmacht lähmend einwirkte und einwirken mußte. Wie unſerem Gvethe der Ruhm gebührt, durch ſeinen Götz von Berlichingen dem Dichter des Waverley vielleicht die erſte Anregung zu dem modernen hiſtoriſchen Roman gegeben zu haben, ſo gebührt ihm auch der Ruhm, durch ſeine Romane vornehmlich zur dichteriſchen Darſtellung der ſoeialen Conflikte an⸗ geregt zu haben, welche Conflikte ſo recht das Grundthema für die Romandichtung der Gegen⸗
wart abgeben. Alle die Keime des ſocialen Ro⸗
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