Teil eines Werkes 
10. Band (1847)
Entstehung
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Dieſer Retter war Juſt Element, der das ſchaͤndliche Benehmen des Grafen ſo hart zuͤchtigen und ihn zu einem Zweikampfe nöthigen mußte, deſſen Bedingungen kuͤnftig Regina vor ſeinen niedrigen Verlaͤumdungen ſchuͤtzten.

Endlich war es Miſtreß Wilſon, welche der Graf mit ſo gluhender und thoͤrigter Leidenſchaft liebte, deren Namen er auch in Martins Erzahlungen fand.

Nan ſieht wohl, dieſes Tagebuch beruͤhrte ſo viele Punkte aus des Grafen Leben, daß dies allein ſchon genuͤgt haben wuͤrde, die hartnaͤckige Neugier zu erklaͤren, womit er im Leſen fortfuhr.

Wenn er aber dahin kam zu bedenken, daß dieſes un⸗ gluͤckliche und verlaſſene, ſo vielem Elende, ſo vieler Noth, ſo viel ſchweren, mit Muth und Entſagung rein und lauter uͤberſtandenen Pruͤfungen preisgegebene Kind, wenn er bedachte, daß Martin ohnſtreitig ſein Sohn ſei, ſo fuͤhlte er ſich als Beute eines mit unertraͤglicher Schande vermiſchten Schreckens bei dem bloßen Gedanken, Martin gegenüber ſtehen zu muͤſſen, deſſen Sinn ſo gerade, deſſen Herz ſo rein, deſſen Charakter ſo erhaben.

Dieſe Schande wuͤrde dem Grafen ſchon unertraͤglich geweſen ſein, wenn auch Martin das Geheimniß ſeiner Ge⸗ burt noch nicht gekannt hätte; wenn er ſich aber an einige Beſonberheiten ſeiner erſten Zuſammenkunft mit ihm erinnerte, wenn er an die Liebe dachte, die ihn mit Claude Gerard verband, wenn er ſich endlich ſagte, wie wenig wahrſcheinlich es ſei, daß blos Zufall Martin veranlaßt habe, als Diener bei ihm einzutreten, ſo fuͤhlte der Graf eine neue unb ſchrecklichere Angſt. . denn er zweifelte nicht mehr, daß Martin von den Banden unterrichtet ſei, die ſie Beide ver⸗ einten. So zitterte denn dieſer unermeßlich reiche Mann, die⸗