Teil eines Werkes 
9. Band (1847)
Entstehung
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geben? von Regina entfernt leben? ſie nicht mehr faſt jeden Augenblick des Tages uͤber ſehen? . mich von ihr tren⸗ nen? jetzt beſonders, wo ſie ſo gluͤcklich iſt?

Werde ich den Muth dazu beſitzen? werde ich dieſer ſchwermuͤthigen Freude widerſtehen, mir, wenn ich ihr und Juſts Geſicht von Wonne ſtrahlen ſehe, zu ſagen: Zu die⸗ ſem Glucke habe ich beigetragen. Dieſe ſchmerzlichen, aber zur Weihe ihrer Liebe nothwendigen Pruͤfungen, welche ſie rein machen ſollte von allen Vorwuͤrfen, dieſe Pruͤfungen, aus denen alle Beide ſo glorreich hervorgingen, ich habe ſie ihnen bereitet, um ihrer Liebe, um deren Groͤße und Wuͤrde willen.

Und in dieſem Augenblicke ſollte ich Regina verlaſſen, nachdem ich das ſchmerzliche Schauſpiel ihrer Traurigkeit, ihres Ungluͤcks ſo lange vor Augen gehabt habe?

Nein, nein! wenn ich einen Lohn verdient habe, ſo ſoll dies der meine ſein.

Der Anblick dieſer Gluͤckſeligkeit, zu welcher ich mit allen Kraͤften meiner Hingebung beigetragen habe, ungekannt, wie ſie es immer bleiben ſoll.

Nein! ... noch einige Zeit lang werde ich . wenn ſie darein willigt... Regina nicht verlaſſen.

Und wenn ſpaͤterhin .. dieſe ſuͤße und gefaͤhrliche Gewoͤhnung des Zuſammenlebens mit der Fuͤrſtin ſo in wir eingefleiſcht worden, daß ich mich ihr nicht entreißen kann, wenn die Fuͤrſtin, ſelbſt ſich daran gewoͤhnend, mich wie einen ihrer braven und treuen Diener anzuſehen, von denen man ſich nicht trennt, mir eines Tages ſagt: Martin! Sie verlaſſen mich nie? nicht wahr? Wie es dann ihr abſchlagen? Wird nicht mein Herzenswunſch mit ihrer Bitte zu ſehr im Einklange ſein?

Dann wird mein Leben in einem unfruchtbaren,