Teil eines Werkes 
7. Band (1847)
Entstehung
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Du wuͤnſcheſt alſo 2

Daß Ihr Herr Sohn nur einen ehrlichen Diener in mir erblicke, fur den Sie ſich intereſſiren, und dem Sie blos eine gute Stelle bei der Fuͤrſtin verſchaffen wollen.

Dein Geheimniß gehoͤrt Dir, es wird mir heilig ſein. Jedenfalls haͤtte ich ohne Deine Erlaubniß nie meinem Sohne ein Wort von allem Dem geſagt, was Du mir an⸗ vertraut haſt. .. Ich werde ihn alſo bitten . oder viel⸗ mehr, ſagte der Greis, indem er ſich mit melancholiſchem Tone verbeſſerte,ich werde ihm ſogleich Alles in der Art ſchreiben. wie Du es wuͤnſcheſt was Dich betrifft. und

Der Doctor Clement konnte nicht reden; die Thuͤr ſeines Zimmers öffnete ſich langſam und herein trat der Ca⸗ pitain Juſt.

Bei dem unerwarteten Anblicke des Capitains hob ſich der Doctor in die Hoͤhe, und rief:Mein Sohn! waͤh⸗ rend ſein entfärbtes Geſicht einen unbeſchreiblichen Ausdruck ſtechenden Schmerzes und unausſprechlicher Freude zeigte, denn wenn dieſe plotzliche tiefe Bewegung ihm auch den letz⸗ ten und furchtbarſten Stoß gab, ſo triumphirte doch das unerwartete Gluͤck, ſeinen Sohn wiederzuſehen, über den materiellen Schmerz.

Beim Eintritt in das Zimmer ſeines Vaters war der Geſichtsausdruck des Capitain Juſt lächelnd und froͤhlich. Er wußte noch von nichts. Eine mehrtägige Unterbrechung ſeiner Arbeiten benutzend, hatte er ſich mit dem Briefe

Martin. VII. 15