Teil eines Werkes 
7. Band (1847)
Entstehung
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Geſichts. Seine Phyſiognomie ſchien mir jedoch ſtatt wie ſonſt wild und höhniſch zu ſein, jetzt zugleich jovial, inſo⸗ lent und ſpottend. Bamboches Kleidung verkuͤndete zugleich Luxus und ſchlechten Geſchmack. Eine dicke goldne Kette ſchlaͤngelte ſich uͤber ſein Gilet von hochrothem Sammt; er trug brillantene Knoͤpfchen im Hemde und die Aermel ſeines maronfarbenen Kleides zu größerer Bequemlichkeit bis uͤber die Knoͤchel zuruckgeſchlagen, ſo daß man ſeine breiten Haͤnde von etwas zweifelhafter Reinlichkeit ſehen konnte. Auch legte er dieſe auf die Logenbrüſtung, ohne Zweifel, um die Edelſteinringe bewundern zu laſſen, die an

ſeinen großen Fingern funkelten. Da er ohnſtreitig fur

vornehm hielt, kurzſichtig zu ſcheinen, ſo ſah Bamboche trotz des Glanzes ſeiner großen grauen offnen Augen, voll Luſt und Licht, von Zeit zu Zeit und ſehr linkiſch durch eine goldne Doppellorgnette. Die Begleiterin von Bam⸗ boche, die er uͤbrigens nur mit geringer Aufmerkſamkeit be⸗

handelte, trug einen Roſahut und hue einen ſehr ſchoͤnen

Shawl uͤber den Schultern.

Das Feenſtuͤck fuhr fort, aber ich hatte nur Augen fuͤr Bamboche. Mein Herz ſchlug heftig, denn ich erkannte die Wahrheit von Claude Gerards Vorausſagung:

Du wirſt Deine Gefaäͤhrten nach zehn Jahren, nach zwanzig Jahren wiederfinden und eben ſo tief wie jetzt fuͤr die Vergangenheit jene Freundſchaft aus der Kinderzeit wieder fuͤhlen, die Dich an Basquine und Bamboche knuͤpft. 6