— —
— 228 —
„Sprich mir nicht davon, das macht boͤſes Blut, aber es iſt nun einmal ſo. Er hat eine vollſtaͤndige Wohnung, und zu ſeinem Dienſte einen Kammerdiener, zwei Bediente und einen Wagen. Er geht aus wenn er will, mit ſeinem Kammerdiener und dem Hofmeiſter... dem großten Poſſen⸗ reißer den es geben kann. . .. Beweis davon, daß er heut Abend den Vicomte mit in die Funambulen nimmt. Jac⸗ ques hat die Loge miethen muͤſſen. Es iſt uͤbrigens leicht möglich, daß der Herr Graf auch hingeht.. .. Der kleine Vicomte iſt in guter Schule .. der!! Schon zwei bis drei Mal iſt er betrunken nach Hauſe gekommen.“
„Das faͤngt gut an!“
„Und boshaft und grob dazu! ... Einerlei, ich werde
den Tanz nicht vergeſſen, den er vor mehren Jahren im
Walde von Chantilly hat mitmachen muͤſſen. Es waren kleine Bettelkinder, die er durch Grobheiten gereizt hatte, und die ſich allerliebſt geraͤcht haben; ſie haben ihn mit in den Wald genommen, und ohne eine Runde von Gensdar⸗ men weiß man nicht, was aus ihm geworden wäre.“
„Das war gut!“
„Denke nur einmal: Fraͤulein von Noirlieu, die wir heut mit dem Herrn Grafen ins Muſeum gebracht haben, war auch dabei, ſie war auch von den kleinen Bandi⸗ ten entfuͤhrt worden. Damals war ſie acht bis neun Jahr alt. Ich werde das nie vergeſſen. Es gab einen drolligen Auftritt.“


