Teil eines Werkes 
6. Band (1847)
Entstehung
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miſſionair auf; ſie koͤnnten Dir leicht bei gewiſſen Ge⸗ legenheiten, wobei Deine Livree zuſehr auffiele, nutzliche Dienſte leiſten.

Nicht uͤbel, ſagte Balthaſar, mich ebenfalls betrach⸗ tend.Ich haͤtte freilich einen dreieckigen Hut, einen reh⸗ farbenen Rock, franzoͤſiſch geſchnitten, Gilet und Hoſe hell⸗ blau, ſilberne Knieeguͤrtel, weißſeidene Struͤmpfe, Schnallen⸗ ſchuhe und gepudertes Haar vorgezogen. Das wäre doch noch etwas Ausgeſuchtes geweſen, aber fuͤr Dich, mein braver Junge, doch allzu Frontin. Dieſe beſcheidene buͤrgerliche Haltung wird die Treuherzigkeit friſch erhalten, die ich ſo ſehr zu ſchätzen weiß, mein Martin!.. Uebrigens iſt die Livree Rehfarben die meine, ich will das Erſte davon mir vorbehal⸗ ten. ich hatte ein hundert Stuck ſolcher Anzuge fuͤr meine Leute bei der Einweihung meines Palais in der Vorſtadt St. Antoine beſtellt.. aber dieſer verwuͤnſchte Freitagsvor⸗ abend hat Alles veraͤndert. . es iſt aufgeſchoben.

Ein beſcheidener, furchtſamer Klingelzug unter⸗ brach Balthaſar. Der Schneider war fort, ich hatte die Thuͤr zu meiner Herren, Zimmer wieder geſchloſſen und oͤffnete. 2

Es war la Levraſſe.

Herr Graf von Mareuil? fragte er mit ſußlicher Stimme und ſchien einen raſchen und forſchenden Blick auf das Gemach zu werfen, in welchem wir uns befanden.

Iſt zu Hauſe, mein Herr, antwortete ich;und wenn Martin. VI. 14