Teil eines Werkes 
6. Band (1847)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Der Kruͤppel warf mir einen ſonderbaren Blick zu, und verſchwand.

Die Reiſenden waren noch minder zahlreich, als Tags zuvor. Im erſten Range bemerkte ich einen hochgewachſe⸗ nen Mann in einem langen blaͤulichen Ueberrocke. Der untere Theil ſeines Geſichts verſchwand in einem Naſen⸗ waͤrmer, einer Art rothwollner Schaͤrpe. Er hatte blaue Brillenglaͤſer, und eine Reiſepelzmuͤtze mit Ohren verhuͤllte vollends faſt gaͤnzlich ſein Geſicht. Dieſer Reiſende zog beſonders meine Aufmerkſamkeit durch die Eile an ſich, mit der er ans Land zu kommen ſuchte. Zweimal war er ſchon raſch an den Rand des Dampfers getreten, und zwei⸗ mal hatte ein Matroſe ihn zuruͤckgehalten, und ihm ohn⸗ ſtreitig bemerklich gemacht, daß der Moment zum Ausſtei⸗ gen noch nicht gekommen ſei.

Dieſer Reiſende hatte einen Nachtſack in der einen und ein Reiſeneceſſaire in der andern Hand. Auch hatte er, ohnſtreitig um noch ſchneller vom Schiffe zu kommen, ſeinen ledernen Mantelſack im Voraus an den Rand deſſel⸗ ben bringen laſſen.

Nachdem das Signal zum Ausſchiffen n worden, hatte ich meine Abſichten auf den Reiſenden mit der Brille gerichtet. Zwei meiner Concurrenten wollten mir zuvor⸗ kommen, aber in Grobheit mit ihnen kaͤmpfend, ſtieß ich ſie derb zuruͤck, und ſtand mit einem Satze neben dem Rei⸗ ſenden, der mit eiliger Stimme zu mir ſagte:

„Geſchwind! geſchwind! nimm dies Felleiſen und das