Teil eines Werkes 
6. Band (1847)
Entstehung
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Leute erwarteten. Es waren deren vielleicht dreißig, die⸗ Schimpfreden, Drohungen und Stöße wechſelten, um mehr oder weniger vortheilhaft am Ausſteigepunkte aufgeſtellt zu ſein, und doch befanden ſich nur, ſo viel ich bei ſeinem Näherkemmen beurtheilen konnte, zehn bis zwolf Reiſende auf dem Verdecke des Dampfſchiffes.

Von einem unbeſiegbaren Widerwillen ergriffen, ent⸗ ſagte ich im Voraus dem Gedanktn, dieſes Mal wenigſtens mit den dort eingewohnten Leuten in Concurrenz zu trelen⸗

Ich ſetzte mich auf einen Stein, um nach dem, was ich ſähe, uͤber die Ausſicht, die meiner ſpäter warte, zu

urtheilen. Kaum lag das Dampfboot feſt, als alle di.ſe

zerlumpten Cemmiſſionaire mit Grotheiten und Drohungen ſich tumultuariſch auf den Punkt des Ufers zuſtuͤrzten, wo man eben ein Bret hingelegt hatte, damit die Paſſagiere ausſteigen könnten. Da erblickte ich denn ein eben ſo rohes als unedles Schauſpiel. Acht bis zehn der kraͤftigſten und keckſten dieſer Leute theilten ſich in den Transport der Ba⸗ gage der Reiſenden, nachdem ſie ihre Mitbewerber mit Ge⸗ meinheit geſchimpft, zuruͤckgeſtoßen und geſchlagen hatten. Ein armes Kind von funfzehn bis ſechzehn Jahren hatte ein ganz blutiges Geſicht, und ſeine jammernde Stimme miſchte ſich in die drohenden und zornigen Schimpfreden, mit denen der größere Theil dieſer Laſtträger ihre begluͤckte⸗ ren Gefährten verfolgte.

Der Anblick dieſes Elends und aller der gehaͤſſigen oder harten Gefuͤhle, welche es erzeugte, that