nicht tägliche Arbeit finden werde, ſo konnte ich mich jedoch nicht gleich entſchli.ßen, daran zu glauben.
„Es giebt,“ ſagte ich zu mir ſelbſt, „in jedem Viertel eine Magiſtra:sperſon, deren Thuͤr zu jeder Stunde offen ſteht. Zu dieſer will ich direct gehen, und ſie wird gewiß im Namen des Geſetzes und der Menſchlichkeit einem redlichen Manne beiſtehen, der ja nichts verlangt als Arbeit.“
Ich ging alſo aus dem Sockgäßchen des Fuchſes wie⸗ der an die Barriere und ftagte dort nach der Wohnung des Polizeicemmiſſars dieſes Viertels. Mit wenigen Worten etzählte ich itm, was mir ſeit meiner Ankunft in Paris be⸗ gegnet ſei, wobei ich jedech meinem gegebenen Verſprechen gemaͤß, den Diebſtahl verſchwieg, deſſen Opfer ich zuletzt ge⸗ worden war.
Anfangs fand ich den Cemmiſſair kalt, ſtreng und
mißtrauiſch, bald j doch ſchien er mir, ven meiner Auftich⸗
tigkeit uͤberzeugt, wohlwollend und cheilnehmend zu werden, worauf er amwertete:
„Die nähern Umſtaͤnde, die Sie anfuͤhren, Ihre Ark, ſich auszudruͤcken und meine Menſchenkenniniß überzeugen mich, daß Sie die Wahrheir ſprechen. Ich halte Ihre Lage fuͤr eben ſo traurig als mitleidswerth, ungluͤckticherweiſe zann ich aber nichts dabei thun, durchaus nichts, ſa, ich handle ſogar gegen meine Pflicht, daß ich Sie nicht gleich verhaftin laſſe, weil nach Ihrem eigenen Geſtändniſſe Ihnen k.in Epiſtenzmittel mehr übrig kleibt und Niemand in Paris ſich Ihrer annehmen wird⸗ Ich erzeige Ihnen vſlleicht


