Teil eines Werkes 
6. Band (1844)
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dieſem: „Jetzt darf hier kein Unterſchied mehr ſeyn zwiſchen Wölfen und Freſſern, ſondern alle ehrlichen Geſellen müſſen zuſammen auf einen Haufen Spitzbuben ſchlagen, der gekom⸗ men iſt, um hier zu zerſtören und zu plündern.“

„Ja,“ ſagte ein Anderer. „Wider unſern Willen iſt da⸗ mit angefangeu worden, euch die Fenſter einzuwerfen.“

„Der Steinbrecher hat Alles in Bewegung geſetzt!“ rief ein Dritter.

„Wir wollen nichts von ihm wiſſen. Er ſoll dafür be⸗ zahlt werden.“

„Wir kampeln uns herzhaft, aber wir ſind beiderſeits ehr⸗ liche Kerle.“ 1¹)

Leider war die Zahl dieſer ehrlichen Burſchen unter den Angreifern nur klein. Indeß ihr Uebertritt gab den Fabrik⸗ arbeitern neuen Muth, und die vereinigten Wölfe und Freſſer fielen nun die Ueberzahl der Gauner an, welche den ſchänd⸗ lichſten Unfug zu verüben begonnen hatten.

Ein Schwarm dieſes Geſindels war unter Anführung des kleinen Kerls mit dem Wieſelgeſicht (eines Sendlings vom Baron Tripeaud) in die Werkſtätten Hardy's eingedrungen. Von Zerſtörungswuth ergriffen, zerſchlugen ſie Maſchinen vom größten Werth und Vorrichtungen von ausgezeichneter Feinheit, desgleichen viele in der Arbeit begriffene Gegen⸗ ſtände. Es herrſchte ein ſolcher Wetteifer unter den Gau⸗ nern, daß die Werkſtätten, vor wenigen Augenblicken noch ein Muſter von Ordnung und Arbeitserſparung, nur noch Trümmer aufzuweiſen hatten. Eine Menge Gegenſtände wurden unter wildem Geſchrei und Hohnlachen aus den Fen⸗ ſtern in den Hof geworfen. Die Geſchäftsbücher Hardys wurden zerriſſen und die Blätter in den Wind geſtreut. Der ekelhafteſte Theil des Geſindels beiderlei Geſchlechts führte unter gräulichem Geheul auf den Papieren im Hof einen Rundtanz auf.

Im Gegenſatz zu dieſem Lärm und Durcheinander fand in dem von einigen Arbeitern bewachten Zimmer des alten Simon ein ſchmetzlicher ſtiller Auftritt ſtatt. Dr Greis lag auf ſeinem Bett, bleich, ſchwach athmend, mit erloſche⸗

¹) Siehe die Anmerkungen am Schluß des Bandes.

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