Teil eines Werkes 
6. Band (1844)
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Wölfe haben geheult,“ rief der Steinbrecher mit ſeiner Sten⸗ torſtimme. „Wir müſſen warten und ſehen, wie die Freſſer antworten und den Streit anheben wollen.“

„Man muß ſie aus ihrer Fabrik herauslocken und die Schlacht anf neutralem Gebiete liefern,“ ſagte der kleine Kerl mit dem Wieſelgeſicht, welcher der Geſetzkundige in dem Haufen zu ſeyn ſchien. Wir würden ja ſonſt einen Einbruch begehen.“

„Einbruch hin, Einbruch her!“ rief die Lange Zwiebel. „Drinnen oder draußen muß ich mich mit den Fabrikratten herumbeißen.“

„Ja! ja!“ ſchrieen andere zerlumpte Weibsbilder. „Die Männer dürfen nicht Alles allein thun!“

„Wir wollen auch draufſchlagen!“

Das Wieſelgeſicht ſchrie dazwiſchen: „Die Fabrikweiber ſagen, alle Weiber in der Umgegend wären Brandweineulen und Gaſſenmenſcher!“

„Wir wollen ſie dafür bezahlen!“

„Da müſſen die Weiber ſich drein legen!“

„Das iſt unſere Sache!“

Die lange Zwiebel erhob abermals ihre Stimme und ſagte: „Sie machen die Sängerinnen in ihrem Gemeinſchaftshaus. Wir wollen ſie ſingen laſſen: Zu Hülfe! zu Hülfe, ſonſt bin ich verloren!“

Jubel und Hohngeſchrei und freudiges Stampfen drückte den Beifall aus, mit welchem dieſer Witz aufgenommen ward.

„Still!“ rief der Steinbrecher.

„Still! Still!“ rief die Menge. „Hört den Steinbrecher!“

„Jetzt geben wir den Freſſern eine zweite Ladung Steine. Haben ſie dann noch immer nicht das Herz, herauszukommen, ſo

brechen wir dort die Thür ein und ſpüren ſie in ihren Löchern auf.“

Das Wieſelgeſicht entgegnete: „Es wäre beſſer, wir lockten ſie zum Streit heraus und es bliebe Keiner in der Fabrik.“

„Man ſchlägt ſich, wo man kann!“ rief der Steinbrecher mit einer Donnerſtimme. „Wenn man ſich nur packen kann, dann iſt Alles eins. Nicht wahr, Wölfe? wir würden uns auf einer Dachfirſt oder auf einer Mauerkappe kampeln!“

„Ja! ja! „ſchrie die ſtreitluſtige Menge. „Wenn ſie nicht herauskommen, ſo brechen wir ein.“

„Wir wollen uns ihren Palaſt beſehen.“