Teil eines Werkes 
6. Band (1844)
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Arbeit, Erſparniß an Rohſtoff, gute Anwendung der Zeit der Arbeiter — mit einem Wort, wohlfeile Erzeugung, um wohl⸗ feiles Erzeugniß zu liefern, gutes Erzeugniß um gut zu ver⸗ kaufen.“

„Das begreif' ich.“

„Was mußte nun Herr Sardh als guter Speculant thun, um alles das zu erreichen? Er mußte ſich weiter ſagen: Wenn meine Arbeiter fern von meiner Fabrik wohnen, ſo müſſen ſie früher aufſtehen, um zu rechter Zeit an Ort und Stelle zu ſeyn. Sie können alſo weniger ſchlafen. Der Schlaf iſt eine Stärkung. Verkürzung desſelben beeinträch⸗ tigt ihre Kräfte, und das ſpürt man an der Arbeit. Iſt das Wetter ſchlecht, ſo kommt der Arbeiter durchnäßt und froſtig, alſo doppelt geſchwächt zur Arbeit, und die Arheit wird noch ſchlechter.“

„Das weiß ich aus Erfahrung,“ bemerkte Angela. „Wenn ich zu Lille von einem kalten Regen durchnäßt in die Fabrik

kam, zitterte ich manchmal den ganzen Tag an meinem Webſtuhl.“

„Alſo, ſagt der Speculant, laſſe ich meine Arbeiter vor der Thür meiner Fabrik wohnen, ſo begegne ich dieſem Miß⸗ ſtand. Ich will einmal rechnen. Der verheirathete Arbeiter zahlt in Paris durchſchnittlich 250 Franken Miethe *) für eine oder zwei ſchlechte Stuben und eine Kammer, dunkle, enge, ungeſunde Höhlen in einer rußigen, ſtinkenden Gaſſe. Darin lebt er mit ſeiner Familie zuſammengepfercht und iſt ſtets mit Schwäche und Fieber behaftet. Welche Arbeit läßt ſich von einem ſchwächlichen, fieberkranken Menſchen erwar⸗ ten? — Ein unverheiratheter Arbeiter bezahlt für eins weni⸗ ger große und eben ſo ungeſunde Wohnung etwa 150 Fran⸗ ken. Ich beſchäftige 146 verheirathete Arbeiter, die im Gan⸗ zen für ihre abſcheulichen Löcher 36,500 Franken jüährlich bezahlen, und 115 unverheirathete, wlche jährlich 17,280

* Siehe die Anmerkungen am Schluß des Bandes.