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Gleichgültigkeit, indem er ſeine halb geſchloſſenen Augen auf die Decke des Zimmers heftete: „Mich verfolgt ein Gedanke. Ich will mich zerſtreuen. Sprich mit mir.“
Faringhea warf einen durchdringenden Blick auf den Königs⸗ ſohn und bemerkte eine leichte Röthe auf ſeinem Geſicht. „Gnädiger Herr,“ ſagte er, „ich errathe Ihren Gedanken.“
Dſchalma ſchüttelte den Kopf, ohne den Würger anzuſehen.
Faringhea fuhr fort: „Sie denken an die Frauen von Paris.“
„Schweig, Sklave!“ rief der Königsſohn und wandte ſich um auf dem Sofa, als ob ihm eine Wunde ſchmerzlich be⸗ rührt worden wäre. Faringhea ſchwieg. Nach einigen Angen⸗ blicken warf Dſchalma ſein Pfeifenrohr weg, bedeckte ſein Geſicht mit beiden Händen und ſagte ungeduldig: „Deine Worte ſind eben doch noch beſſer als dieß Schweigen. — — Verflucht ſeyen meine Gedanken! Verflucht ſey mein Geiſt, der mir dieſe Trugbilder vorgaukelt!“
„Warum wollen Sie dieſe Gedanken fliehen?“ ſagte der Würger. „Sie ſind neunzehn Jahr alt. Ihre erſte Jugend haben Sie ausſchließlich im Krieg und im Gefängniß zuge⸗ bracht, und bis auf dieſen Tagſind Sie ſo keuſch geblieben, wie unſer Reiſegefährte Gabriel, der junge chriſtliche Prieſter.
Obwohl Faringhea dieſe Worte im ehrfurchtsvollen Ton 8 ſprach, ſo bemerkte Dſchalma doch einen leichten Spott bei dem Worte keuſch. Stolz und ſtreng erwiderte er: „Ich will bei den Civiliſirten nicht für einen Barbaren gelten, und darum thue ich mir etwas darauf zu gut, daß ich keuſch bi
„Ich verſtehe Sie nicht,“ fagte der Würger.
„Vielleicht,“ fuhr Dſchalma fort, „würde ich ein 2 lieben, welches rein wäre, wie meine Mutter war, als ſie meinen Vater heirathete. Und wenn man hier von einem Weibe Reinheit verlangt, ſo muß man keuſch ſeyn wie ſie.“
Faringhea konnte ein höhniſches Lächeln bei dieſer ſeltſamen Behauptung nicht unterdrücken.
„Worüber lachſt Du, Sklave?“ herrſchte der Königsſohn ihm zu. pi .
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