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Redeweiſe den Ideen, den Sitten, den Gewohnheiten, den Traditionen dieſer Welt völlig angemeſſen.
Indem Miſtreß Wilſon ihrer Tochter die Geſellſchaft mit ſo rohen Farben malte, hatte ſie ihre Urſachen dazu, und dieſe Urſachen waren von ihrem Standpunkte aus vor⸗ trefflich.
Die Leidenſchaft, welche Scipio Duriveau Raphaelen eingeflößt hatte, war während einer Reiſe entſtanden und zu ihrer groͤßten Höhe gediehen, die Miſtreß Wilſon wegen einiger Schulden, die ihr Mann, der als amerikaniſcher Bankier im Bankerott verſtorben war, hinterlaſſen, nach England hatte unternehmen muͤſſen. Sie hatte alſo ihre Tochter gegen eine ſo thörigte, ſo aufs Aeußerſte getriebene Leidenſchaft nicht ſchutzen können, daß ſie bei ihrer Ruͤckkehr Raphaelen daran ſterbenskrank wiederfand.
Damals hatte fuͤr Miſtreß Wilſon nicht mehr die Rede davon ſein können, zu unterſuchen, zu berathen, ob der Gegenſtand dieſer ſinnloſen Liebe deren wuͤrdig war. Sie hatte vor Allem das Leben ihrer Tochter durch eine Ver⸗ heirathung mit dem Vicomte Duriveau retten wollen⸗ Dieſer Verbindung ſtanden aber unglaubliche Schwierigkei⸗ ten entgegen. Sie zu uͤberwinden, erforderte es alle Ge⸗ wandtheit, alle Willenskraft der Miſtreß Wilſon, erforderte es beſonders, daß ſie ſich zu einem bewundernswuͤrdigen Opfer entſchloß.
Endlich war auch Miſtreß Wilſon zu ſtolz auf die außerordentliche Schoͤnheit ihrer Tochter, zu uͤberzeugt von


