Teil eines Werkes 
1. Bandes 2. Theil (1847)
Entstehung
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heit dieſer Unglucklichen ergriffen, den Zuſtand der Geiſtes⸗ abweſenheit, in welche ſie verſenkt war, gemißbraucht. Bruydre war die Frucht dieſes abſcheulichen Verbrechens, und Perrine Martin war Mutter, ohne Bewußtſein und Erinnerung daran behalten zu haben.

Bei dieſer ſchauderhaften Entdeckung fuhlte das Mut⸗ terherz dieſer Ungluͤcklichen nur Eins „ eine unermeßliche Freude, eine göttliche; . . eine Tochter war ihr geboren dieſe Tochter ... ſie konnte ſie an ihr Herz druͤcken.

Auch rief ſie, ihre Arme Bruyere entgegenſtreckend, aus:

„Jetzt eben glaube ich wieder wahnſinnig zu werden .. aber nun fuͤrchte ich nichts mehr. . . . Komm denn, meine Tochter . . . Du giebſt mir die Vernunft zuruͤck.“

Und ſie ſagte die Wahrheit. Es giebt Lagen, wo eine

Mutter nicht wahnſinnig werden will und es auch nicht wird. Sie! ... meine Mutter!“ rief Bruydre voll Stau⸗ nen, denn ſie war zu unſchuldig, um in den unſeligen Sinn der halben Worte einzudringen, welche ihre Mutter in ge⸗ waltſamer Aufregung geleſen hatte.

„Ja, Deine Mutter! . . . ich bin Deine Mutter!“ rief Mad. Perrine ſchluchzend und bedeckte Bruyeère mit Thränen und Liebkoſungen .. . „was geht uns alles Andere anz.. ſiehſt Du? Du biſt meine Tochter .. was brau⸗ chen wir mehr? O mein Gott! ... und ich, die ſo eben ſagte: wie gluͤcklich wäre ich geweſen, zugleich eine Tochter ..