Teil eines Werkes 
1. Bandes 2. Theil (1847)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

—

„Da ſteht etwas darauf geſchrieben!“ rief Madame Perrine.

„Leſen Sie, o leſen Sie!“ fluͤſterte Bruyste, deren Gedanken ſich im Andrang ſo vieler unerwarteter zu verwirren anfingen.

Bei der blendenden Helle des Mondes konnte Mad. Perrine Folgendes leſen:

„Dieſes Kaͤſtchen und was es enthält, ſoll der Mutter meiner jetzt fuͤnffjaͤhrigen Tochter angehören ... Ich bin ge⸗ nöthigt auszuwandern und ſie zu verlaſſen .. Ich vertraue ſie einem treuen Menſchen ... Dieſe Gegenſtände werden meiner Tochter dazu behilflich ſein, ſich eines Tages, wenn ich es fuͤr an der Zeit erachte, von ihrer Mutter anerkennen zu laſſen; ſpaͤter werde ich andere Verhaltungsmaßregeln ercheilen. ... Da ich aber bald getoͤdtet werden koͤnnte, ſo mögen tuſ Worte als mein Teſtament gelten .. . und in dieſem Teſtamente will ich ein Geſtändniß niederlegen, das mich druͤckt. ... Ich, der ich bis hierher Allem getrotzt, Alles gewagt ztn ich empfinde in dieſem Augenblicke Reue.

Ich habe ein furchterliches Verbrechen begangen das ütße Namen hat: .. ich muß es zu ſühnen, indem ich es derjenigen entdecke, die dies. leſen ſoll. und die .

Hier hatte die Feuchtigkeit das Blatt beſchmutzt und war durch das Pergament gedrungen. Viele Worte waren faſt unleſerlich, andere völlig verloͤſcht, ſo die Zeilen unverſtändlich wurden.