Teil eines Werkes 
1. Bandes 2. Theil (1847)
Entstehung
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nicht, iſt es die Friſche der Nacht,“ ſetzte Mad. Perrine mit abgebrochener Stimme bebend hinzu „aber es ſchaudert mich durch den ganzen Koͤrper.“

Kaum hatte ſie dieſe Worte geſprochen, als Bruyere mit der Energie und Gewandtheit eines Landmädchens ſich mit dem ueberreſte eines Balkens bewaffnete, uͤber die Truͤmmer kletterte, zu der Oeffnung des Ofens gelangte, das Epheu und die Brombeeren beſeitigte und ohne Muͤhe ein Loch in das Mauerwerk von Ziegelſteinen und Erde machte.

Plotzlich ertönte von fern. . . und als ob dieſes Geraͤuſch von dem aͤußerſten Nordende des Teiches herkomme . der Schrei des Adlers der Sologne in der Luft, aber die Ent⸗ fernung milderte ihn ſo, daß er kaum vernehmbar war.

Doch traf er das Ohr Bruydre's: ſie horchte aufmerk⸗ ſam und unruhvoll.

„Was haſt Du?“ fragte Mad. Perrine, die nichts gehoͤrt hatte. „Was iſt Dir denn begegnet?“

Bruytdre machte immer noch ſtumm und unbeweglich der Mad. Perrine ein flehendes Zeichen mit der Hand, neigte den Kopf und horchte aͤngſtlich von Neuem.

Sie hörte nichts mehr ... ſei es nun weil der Schrei ſich nicht wiederholte, oder weil er durch einen jener leichten Windſtöße abwärts getrieben wurde, die von Zeit zu Zeit in einer gerade entgegengeſetzten Richtung wehend, vorhin ſchon, und jetzt wieder das immer naͤher kommende Ge⸗ raͤuſch mehrer galoppirender Pferde herangebracht hatten. i