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Zweifel, hatte der Arzt hinzugeſetzt, wird ſich dieſe Em⸗ pfindlichkeit nach und nach verlieren, aber bei Gefahr eines dann vielleicht unheilbaren Ruͤckfalls ſollte Madame Perrine in Einſamkeit leben. Die Bedingungen ihrer Heilung ſtan⸗ den uͤbrigens ſo völlig in Einklang mit den Neigungen die⸗ ſer Frau, daß ſie ſich gluͤcklich fuhlte, ſie zu befolgen. So ging ſie denn des Tages uͤber nie aus, nur wenn die Nacht kam und beſonders wenn der Mond ſehr hell ſchien, machte ſie oft ſehr lange Spaziergaͤnge am Ufer des Teiches.
Nur Bruyere, welche jeden Tages Zutritt zu ihr hatte, leiſtete ihr tauſend kleine Dienſte. Erſt mit mißtrauiſcher Zuruͤckhaltung aufgenommen, welche peinliche und ver⸗ vachtvolle Scham verſtecken ſollte, wußte das junge Mad⸗ chen nach und nach durch ihren natuͤrlichen Zauber wie durch ihre Zuvorkommenheiten die Beſorgniſſe von Mad. Perrine zu beruhigen. Nicht lange, ſo fuhlte dieſe die zärt⸗ lichſte Theilnahme fuͤr Bruyere, ein wohlthaͤtiges Gefuͤhl, das noch dazu beitrug, die Heilung der armen Irren zu ſichern, zu befeſtigen.
Bruydre war, wie wir ſagten, bei ihrem Eintritte in die Stube von Madame Perrine, bei dem Nachdenken, in welches dieſe verſunken, von ihr unbemerkt geblieben. Die Gegenſtände, auf die dieſe unbeweglich und ſchweigend ab⸗ wechſelnd ihren Blick richtete, waren zwei Portraits und zwei Briefe.


