Teil eines Werkes 
1. Bandes 2. Theil (1847)
Entstehung
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einem Buſche roſiger Haide verlaſſen fand. Seitdem blieb ihre Herkunft auch mit dem gleichen geheimnißvollen Schleier umhuͤllt. Ihre kaſtanienbraunen, ungemein vollen, natuͤr⸗ lich gelockten und in Straͤhne getheilten Haare hatten eine ſo harmoniſche eigenthuͤmliche Färbung, daß ſie in dem leichten Schatten, den die Starke derſelben uͤber ihre Stirn ergoß, auf der eben noch einige Blaͤtter der roſigen Haide zitterten, verſchmolz. Feine Augenbraunen, gleich den außerordentlich langen und uͤberbogenen Wimpern braun, wölbten ſich uͤber Bruyeres Augen. Dieſe ſehr großen Augen hatten eine bizarre Farbe: meergruͤn. Je nach den Eindrucken des Augenblicks wurden ſie bald hell, und glänz⸗ ten bald dunkelgruͤn und feucht, wie des Meeres, trotz ihrer Tiefe immer durchſichtige Wellen. Dieſe ſonderbare und wechſelnde Farbe verlieh dem Blicke Bruyere's etwas Außer⸗ gewöhnliches, da dieſer Blick überdies ſchon beſonders nach⸗ denkend und oft auch eben ſo ſehr beweglich als ſtrahlend war.

Dieſe Zuͤge zeichneten ſich auch noch durch ihre koſt⸗ bare Vollendung aus, denn es herrſchte eine wundervolle Harmonie in dem Ganzen dieſes reizenden, niedlichen Ge⸗ ſchoͤpfs. Ihre ſeltne Schoͤnheit, durch eine originelle Tracht etwas fremdartig, ihre wilde Anmuth, ihre unglaubliche Geſchicklichkeit in tauſend kleinen von ihr erfundenen Ar⸗ beiten, ihr zum Staunen lebhaft und auf verſchiedene Art durchbrechender Verſtand, der uͤberraſchende und zaͤrtliche Gehorſam der Thiere, welche ſie huͤtete, die Art von Divi⸗