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Epilog.
Es ſind ungefähr fünfzehn Monate ſeit den vori⸗ gen Ereigniſſen vergangen; eine Lampe brennt in einer der kalten Zellen der Abtei La Trappe und wirft ihre bleiche Helle auf das Lager, auf dem ein Todter im Capuzenkleide der Trappiſten ausgeſtreckt liegt.
Beim Kopfkiſſen des Todten ſitzt ein Mann in derſelben klöſterlichen Tracht, die Stirne auf ſeine Hand
eneigt. 3 Die Uhr der Abtei die fünfte Morgenſtunde; bald läßt ſich das Todtengeläute vernehmen.
Der Trappiſt bebt, ſteht auf und ſpricht:
„Fünf Uhr, die Todtenwache iſt beendigt man wird kommen, um ihn zu holen und ſeine Hülle der Erde zurückzugeben.“
Dann kniete der Trappiſt nieder, nahm die kalte, ſtarre Hand des Todten, drückte einen frommen Kuß darauf und ſagte:
„Gott befohlen, Freund! ich habe Deinem langen Todeskampf beigewohnt, denn nachdem Deine Tochter und Deine Frau geſtorben waren, iſt Dein Leben nur noch ein Todeskampf geweſen .. Du haſt Erleichterung von Deiner Verzweiflung in den ſtrengen Uebungen des Kloſters zu finden gehofft. Ich folgte Dir hieher, ſah Dich ſterben, ſchloß Dir die Augen, Deine ſchon eis⸗ kalte Hand die meinige, und Deine verſcheidende Stimme ſprach zu mir: „„Gott befohlen, Maurice, Du biſt un⸗ ſerer alten Soldatenfreundſchaft bis an das Ende tren geweſen. Gott befohlen, Maurice!““
„Und in dieſem feierlichen Augenblick, wo wir für immer getrennt werden ſollen,“ fuhr der Major fort, ohne daß er ſeine Thränen zurückhalten konnte, „in dieſem Augenblick ſage ich Dir zum letzten Mal: Fahre


