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alle Teufel! Siehſt Du, Maurice, man mag immerhin ſeine Phraſen wickeln und drehen, dieſe ganze Liebescorre⸗ ſpondenz reducirt ſich auf Folgendes:
„„Madame, kommen Sie doch zu mir, ich flehe Sie an.““
„„Ohl mein Herr! pfui! wie abſcheulich! Nein, gewiß, ich werde nicht zu Ihnen gehen.““
„„Doch, mein Engel, Sie werden kommen, denn ich bete Sie an.““
„„Mein Herr, wenn Sie mich anbeten, dann iſt es etwas Anderes, ich werde kommen.““
„Was die: ich werde nicht gehen, betrifft, ſiehſt Du, mein lieber Maurice, ich führe ſie nur der Erinnerung wegen an; denn ſobald uns eine Frau ſchreibt, hat ſie Luſt, früher oder ſpäter zu kommen .. und
Der Oberſt ſchloß ſeinen Satz nicht . . er hatte vom Tiſch den letzten Brief von allen genommen, (den⸗ jenigen, welchen Pietri einen Augenblick zuvor mit ſich fortgetragen). Beim Anblick dieſes Briefes bebte der Oberſt; bis dahin das Bild eines ſorglos, ſpöttiſch leich⸗ ten Sinnes, nahmen ſeine Züge den Ausdruck der Ge⸗ fühle des Erſtaunens und der Freude ein, welche zur Trunkenheit wurden, während er die paar Zeilen dieſes Billets las; dann rief er, den Brief an ſeine Lippen drückend und ihn leidenſchaftlich küſſend:
„Dieſen Abend wird ſie kommen .. Ah! ich hoffte es nicht ſo bald . . . Sie hat ſo ſehr gekämpft, ſo ſehr widerſtanden! .. Endlich wird ſie kommen! ..“
Da erinnerte ſich der Oberſt der ſeltſamen Theo⸗ rie, die er ſeinem Freunde auseinander geſetzt hatte; er vergaß ſeine vorübergehende Aufregung, brach in ein ſchallendes Gelächter aus, wandte ſich an den Major und rief: 2 „Hatte ich Unrecht, Maurice, wenn ich Dir ſagte, bei der Liebe reducire ſich Alles auf die Frage: Kom⸗ men oder nicht kommen?“


